Heiko Ahrend
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Osnabrücker Zeitung, 12. März 2010

 

Entspannter Hörgenuss in Country-Atmosphäre

i za Hasbergen.


Ein müheloser Brückenschlag zwischen Bluegrass-Musik und Liedern über die friesische Landschaft gelang Heiko Ahrend und seiner Band beim Konzert in der Pottbäckerei Niehenke. Der Auftritt der vier Musiker bescherte den Gästen einen entspannten Hörgenuss in gepflegter Country-Atmosphäre.

 

Die Töpferscheiben hatten Pause, das Holz im Kamin warf rotes Licht, und dicht gedrängt saßen die Zuschauer vor der Bühne in der Pottbäckerei. Selbst die Hüggelzwerge hatten ihr Wispern eingestellt und widmeten den vier Musikern mit ihren akustischen Instrumenten ihre uneingeschränkte Aufmerksamkeit.

Gitarrist Heiko Ahrend, sein Bruder Hendrik am Bass, Norbert Dengler (Gitarre, Banjo) und aus Amsterdam Paul van Vlodrop (Mandoline) brachten die abgeschiedene Welt der Ozark Mountains, die Musik der Rednecks und ihren „high lonesome Sound“ des Bluegrass zum Hüggel. Alle absolut versiert an ihren Instrumenten und mit einer mitreißenden Spielfreude ausgestattet, ließen sie vom ersten Song an den Funken auf die Zuschauer überspringen.

Heiko Ahrend, vor wenigen Tagen 41 Jahre alt geworden, ist der Kopf der Band und hat eine Vielzahl der Titel selbst geschrieben. Er besitzt eine ausgefeilte Technik, den treibenden Rhythmus des Bluegrass auf der Gitarre anzuschlagen, und überrascht während seines Spiels immer wieder mit schnellen, prägnanten Soli. Adaptionen von Bluegrass-Größen wie The Osbornes, der Carter Family oder Bill Munroe, dem „Erfinder des Bluegrass“, wie der Bandleader ihn nannte, waren eine gefühlvolle Hommage an den Country- and Westernstyle.

Von einer ganz anderen Seite zeigte sich die Band bei Titeln wie „Es geht alles seinen Gang“ oder „Düsteres Land“. Hier bewies Ahrend sein Talent als Sänger und Songwriter. Die Texte handelten von Paaren, die nicht mehr zusammenleben, oder der drohenden Sturmflut, in der die Menschen und Landschaft seiner ostfriesischen Heimat zu einer Einheit werden. Letztlich war es diese Vielseitigkeit an Stilen, das handwerkliche Können der Musiker und die wohlige Atmosphäre in der Pottbäckerei, die den Abend zu einem kompletten Erlebnis für die Zuschauer machten.